In der öffentlichen Debatte um rechte Hochburgen ist meistens nur von den ostdeutschen Bundesländern die Rede. Viel seltener wird über die durchaus auch existierenden westdeutschen Hochburgen gesprochen. Weithin unbekannt ist, dass es in der Weimarer und der Bonner Republik vor allem in Nord- und Südeutschland solche Hochburgen gab. Die Podiumsdiskussion nimmt diese komplexe Geschichte und Gegenwart erstmals in Gänze in den Blick.
In seinem Buch untersucht Niklas Krawinkel die Geschichte der extremen Rechten in der Bundesrepublik und den gesellschaftlichen Umgang mit ihr seit 1945 anhand von vier Themen: die hochdekorierte Integrationsfigur aus der „Erlebnisgeneration“ Hans-Ulrich Rudel, das führende Debatten- und Theorieorgan Nation Europa, den Jugendbund Wiking-Jugend sowie die Entwicklung in der Region Frankfurt/Rhein-Main.
Der von Martin Göllnitz (Philipps-Universität Marburg) und Yves Müller herausgegebene Band versammelt zahlreiche Beiträge internationaler Forscherinnen und Forscher zur Regionalgeschichte der nationalsozialistischen Sturmabteilung (SA). Mit der Neuerscheinung wird ein wichtiger Beitrag zur Erforschung dieser immer noch zu wenig beachteten NS-Gewaltorganisation geleistet.
