[Veranstaltung] Neues Portal zu Quellen des Rechtsradikalismus seit 1945

Am Dienstag, den 3. März 2026, geht um 19 Uhr ein neues Portal zur Geschichte des Rechtsradikalismus online. Es bietet eine kommentierte Auswahl von bislang schwer zugänglichen Zeugnissen aus der Zeit zwischen 1945 und 2000. Sie verdeutlichen, wie sich die Ideologie, die Organisation und das Auftreten des Rechtsradikalismus entwickelte. 

Dazu zählen etwa Dokumente zur Holocaust-Leugnung, Aufrufe zur Gewalt oder zur Gewinnung von Zielgruppen wie Schüler*innen. Die Dokumente sollen künftige Forschungen anregen und in der Lehre und Bildungsarbeit verwendet werden. Über 30 Wissenschaftler*innen haben diese mit begleitenden Artikeln kommentiert, weitere werden folgen. Nach der Freischaltung ist das Portal verfügbar unter: https://radikale-rechte.de/

Herausgeber des Portals sind Prof. Dr. Frank Bösch, Direktor des Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF), und Prof Dr. Gideon Botsch vom Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam (MMZ). Das Portal entstand im Rahmen eines von Bösch und Botsch der VW-Stiftung finanzierten Projektes zur Geschichte des deutschen Rechtsradikalismus seit 1945, das dessen Ideologie und Medien, Organisationen und Netzwerke und dessen Gewalt und Terrorismus systematisch untersucht.

Das Portal wird in einer Videokonferenz am 3.3.26 vorgestellt. Wir laden herzlich zur Teilnahme ein. Die Einwahldaten lauten: 
https://uni-potsdam.zoom-x.de/j/66981206985 
Meeting-ID: 669 8120 6985, Kenncode: 17236345 

Programm 

19.00 Uhr: Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF-Direktor): Die Geschichte des Rechtsradikalismus nach 1945 erforschen 

19.10 Uhr: Prof. Dr. Gideon Botsch (Leiter der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus am MMZ): Quellen des Rechtsextremismus 

19.25 Uhr: Vorstellung exemplarischer Quellen und Artikel: 

  • Dr. Marie-Müller Zetzsche (MMZ): Maurice Bardèches „Weg nach vorn“ (1952) 
  • Jakob Saß (ZZF): Flugblatt vom neonazistischen Kampfbund deutscher Soldaten (1977)